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Aktuelles aus der Bewegten Schule Cottbus

Butterfly-Berichterstattung in San Diego 05.04.2019

Das in San Diego, Kalifornien, beheimatete Online-Magazin L'CHAIM hat einen Artikel über unser Butterfly-Projekt veröffentlicht.

Hier der Link dazu: German Schoolchildren Honor Young Holocaust Victims

Steven Schindler, der uns hier zusammen mit seiner Familie besucht hat, ist auch der Autor dieses Artikels. Er schreibt:

January 25 was a bitter cold and beautiful morning in Cottbus when along with my children Alex and Ariana, my brother Jeff and his son, Joey, and my partner Amy Parish, I joined extraordinary children in Cottbus to honor and memorialize Cäcilie Schindler, Hans Jakob Gutkind, Brigitte Herzberg, Ursula Breslauer, Willy Naftaniel and Zilla Fuks and other child victims of the Holocaust. And while it was a day that included some sadness, it was far outshined by the empathy and warmth of these children and the knowledge that if it were up to them alone, the future of our world would be the one inscribed on the acrylic panels that display the butterflies at the Bewegte Grundschule: peace; remembrance; tolerance; humanity; and hope.

Impressionen von unserer Projektwoche 31.03.2019

Am Freitag fand unsere zweite Projektwoche ihren Abschluss. Unsere sechs Stammgruppen hatten sich von Montag bis Donnerstag mit sehr unterschiedlichen Themen beschäftigt (siehe letzter Artikel). Nun fand am Freitag die Abschlusspräsentation in der Aula statt. Sonja und Luise aus der 2. Klasse der Stammgruppe Merkur führten durch das Programm.

Manni und die Reise durch sein Leben

Die Merkur-Kinder haben zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Klehr, der Lernbegleiterin Frau Börner und ihrem Praktikanten Florian einen Film geprobt und gedreht. "Manni und die Reise durch sein Leben" zeigt Manfred Müller, der an seinem 60. Geburtstag im Spiegel einem kleinen Jungen begegnet und mit ihm durch sein eigenes Leben geht, von Geburt über Schule, Disko, Hochzeit bis zum gemeinsamen Picnic mit seiner Frau und zwei Kindern. Herr Noack war der Kameramann und schnitt den Film zusammen mit Frau Klehr und Frau Börner. Der Film kam sehr gut an.

Bewegungskünstler Ameisen

Ameisen waren das Thema der Stammgruppe Venus. Die Kinder sagten ein Ameisengedicht auf, zeigten auf einem großen Poster, wie Ameisten leben und sangen, unterstützt von Herrn Garcia an der Gitarre, einen coolen Ameisensong.

Mobil unterwegs

Mobil unterwegs war die Stammgruppe Erde. Jedes Kind hatte sich während der Projektwoche mit einem Fortbewegungsmittel beschäftigt. Von Einrädern über Longboards und Hoverboards bis hin zur Saturn V-Rakete, die ab 1969 Astronauten zum Mond brachte, waren viele unterschiedliche Bewegungsmittel dabei. Dann bauten die Kinder kleine Fahrzeuge nach dem Rückstoßprinzip, die im Schulflur auch gleich getestet wurden.

Am Donnerstag machte die Gruppe dann noch einen Fahrradausflug zur Kutzeburger Mühle, wo das Fortbewegungsmittel Pferdekutsche vorgestellt wurde. Bei ihrer Präsentation zeigten die Kinder dann, wie viel CO2 sie auf ihrer Fahrradtour gegenüber einer Bus- oder Autofahrt gespart haben. Außerdem wurden die Rückstoß-Autos auf einem Tisch vorgeführt. Die Gruppe fuhr, lief und ritt dann am Ende aus der Aula heraus.

Erfindungen damals, heute und in der Zukunft

Die Stammgruppe Mars spürte Erfindungen nach, damals, heute und in der Zukunft. Viele wichtige Erfindungen der letzten 500 Jahre wurden recherchiert und auf einem großen Zahlenstrahl aufgeklebt. Am Mittwoch fuhr die Gruppe in das Science Center Spectrum in Berlin, wo sie viele verschiedene spannende Experimente sehen und anfassen konnten, angefangen von Schalltrichtern über eine Wellenanlage und optischen Linsenexperimenten bis hin zu Elektrizität, die die Kinder spüren konnten. Am Donnerstag gingen die Kinder in die Stadt und interviewten Passanten über Erfinder und Erfindungen. In ihrer Präsentation zeigten sie, was sie in Berlin erlebt hatten.

Schall

In der Stammgruppe Jupiter ging es ums Hören, um Schall, Geräusche und wie man kommunizieren kann, wenn man nix hört. Zunächst erarbeiteten die Schüler die Grundlagen von Schall, was das ist und wie er sich ausbreitet.

In mehreren Gruppen beschäftigten sich die Kinder dann z.B. mit einem Hörspiel, wo Geräusche eine wichtige Rolle spielen. Sprecher Fabian und Schnittmeister Lars hatten da möglicherweise am meisten zu tun.

Eine andere Gruppe machte Schall sichtbar, z.B. durch eine Schallkanone, durch die man Kerzen ganz einfach auspusten kann oder durch zwei Trommeln, auf einer Konfetti, die andere wird geschlagen. Das Konfetti beginnt dann mitzuspringen. 

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit Gebärdensprache. Sie zeigten am Freitag kompliziert aussehende Handbewegungen und alle ernteten zum Schluss verdient Applaus.

Die Reise einer Jeans

Den Abschluss der Präsentationen bildete die Stammgruppe Saturn mit ihrem Thema Reise einer Jeans. Die Herstellung einer Jeans, vom Baumwollanbau, über die Färbung, Webung, Schnitt und Verkauf der Jeans wurde recherchiert und präsentiert. 

Während der Woche stellten die Kinder fest, dass sie teilweise sehr viele Jeans zu Hause haben, die sie gar nicht mehr anziehen. Jeder brachte eine alte Jeans mit und zusammen mit Frau Meyer als Klassenleiterin und Herrn Heintke wurde neue Produkte aus den alten Jeans gemacht (Upcycling).

Am Ende der Saturn-Präsentation wurde ein Werbespot gezeigt, den einige Schülerinnen am Mittwoch und Donnerstag gedreht hatten. Jonas legte beim Schnitt und der Produktion des Videos eine Punktlandung hin, sodass die ganze Aula am Ende viel Spaß mit dem Spot und lustigen Outtakes hatte.

Resümee

Diese letzte Projektwoche hatte viel Interessantes zu bieten. Die Kinder haben ernsthaft recherchiert, geprobt, gebastelt, gesungen und gespielt. Wahrscheinlich war für jedes Kind, ob 1. oder 6. Klasse, etwas dabei. Nun geht es erst einmal wieder mit regulärem Unterricht weiter, jedoch nur zwei Wochen, denn dann kommen schon die Osterferien.

Zweite Projektwoche unter dem Motto "Alles in Bewegung" 20.03.2019

Am kommenden Montag, 25. März, starten wir in die zweite Projektwoche des Schuljahres, diesmal unter dem Motto "Alles in Bewegung". Unsere Stammgruppen beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Themen:

  • Veränderungen im Laufe der Zeit
  • Bewegungskünstler Ameisen
  • Mobil unterwegs
  • Erfindungen damals, heute und in der Zukunft
  • Die Reise einer Jeans
  • Schall

Die Abschlusspräsentation aller Stammgruppen findet am Freitag, 29. März, ab 9 Uhr in der Aula unserer Schule statt. Alle Eltern sind herzlich eingeladen, sich die Präsentation anzuschauen.

the BIG Challenge 18.03.2019

Am heutigen Montag starteten unsere fünften und sechsten Klassen in den BIG Challenge Englisch-Wettbewerb, in dem sie gegen hunderte andere Klassen in ganz Deutschland antreten. Bis zum 3. Mai treten sie in einer Class Challenge an und sammeln in ihrer Freizeit durch Spielen auf der Game Zone Punkte für ihre Klasse und die Schule insgesamt. 

Am Dienstag, 7. Mai ist der offizielle Wettbewerbstag, an dem die Schüler in einem 45 minütigen Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen. An unseren neuen Laptops werden die Schüler dann unter Wettbewerbsbedingungen die Prüfung absolvieren. Es winken Preise, von kleinen Sachpreisen angefangen, bis hin zu einer Reise für die ganze Klasse.

Good luck!

Webseite: https://www.thebigchallenge.com/de/

Sportliche Erfolge 01.03.2019

Im ersten Halbjahr dieses Schuljahres konnten wir einige sportliche Erfolge für unsere Schule verbuchen. Während wir beim Fußball für die Klassenstufen 1/2 und 3/4 nur knapp die Medaillenplätze verpassten, holten wir uns beim Zweifelderball den Vizemeister der Klassenstufe 5/6. In der Jahrgangstufe 3/4 konnten wir auch diesmal den Titel verteidigen. Wir sind somit Stadtmeister von Cottbus, was uns natürlich richtig stolz macht. Beim Crosslauf erlangten wir zwar keine Medaillen, dennoch sind die Leistungen von Zipporah, Lucy, Antonia und besonders von Maximilian und Lucie hervorzuheben. Für eine Laufstrecke von ca. 2000m benötigte Lucie lediglich 8:45min und Maximilian 7:05 min. Dies sind hervorragende Laufleistungen. 

Insgesamt haben wir uns bei allen sportlichen Events wacker geschlagen. Danke noch einmal an alle Aktiven und weiterhin so viel Einsatzfreude!

Spendenübergabe auf der Handwerksmesse 27.01.2019

Am gestrigen Samstag, dem 26.01.2019 konnte unser Förderverein, vertreten durch Thomas Kothe eine großzügige Spende der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung entgegennehmen.

Die Innungsobermeisterin Frau Diana Lewandowski überreichte den Spendenscheck in Höhe von 400 € auf der diesjährigen 29. Handwerksmesse gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Cottbus/ Spree-Neiße Herrn Horst Teuscher.

Begleitet wurde die Spendenübergabe durch unseren Chor unter Leitung von Frau Hahn, welcher sich mit dem Auftritt stellvertretend für alle Schüler der Bewegten Schule Cottbus ganz herzlich bedankte.

Der Förderverein der Bewegten Schule Cottbus bedankt sich herzlichst bei allen Beteiligten für die Unterstützung. Wir werden die Spende für die weitere Ausgestaltung der Außenanlagen sowie den Aufbau unseres „Klassenzimmers im Freien“ in unseren Innenhof nutzen.

Feierliche Enthüllung des Butterfly-Projekts 25.01.2019

Heute Vormittag fand das Butterfly-Projekt, das im Dezember an unserer Schule gestartet war, seinen feierlichen Höhepunkt. Die von unseren Schülerinnen und Schülern und unseren Gästen im Dezember bemalten Schmetterlinge waren an unserer Schulhauswand angebracht worden - aus Denkmalschutzgründen auf Glasplatten. Diese Installation wurde heute feierlich enthüllt.

Das Programm begann in der Aula um 10 Uhr. Alle Kinder unserer Schule und einige von der Erich-Kästner-Schule sowie Eltern und andere Gäste hörten die Begrüßung durch unsere Geschäftsführerin Frau Lehnigk und, nach einem virtuellen Flug nach Kalifornien, die Grußbotschaft von Cheryl Rattner Price aus San Diego. Sie hatte das Butterfly Projekt 2006 mit gegründet und leitet es heute. Danach gab es, angelehnt an das namensgebende Gedicht von Pavel Friedman, eine berührende und superschöne Liedinterpretation von "The last butterfly" durch Zipporah, begleitet von Thomas Laugk. Außerdem hatten mehrere Kinder Elfchen, kleine Gedichte, geschrieben, die sie dann dem Publikum vortrugen. Den Abschluss bildete hier ein traurigs chönes Gedicht, geschrieben von Antonia.

Danach gingen alle nach draußen, und die Butterfly-Installation, die sich zunächst noch hinter Tüchern verbarg, wurde feierlich enthüllt. Zuvor hatten noch alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen kurz "ihr" Kind vorgestellt, für welches sie ihren Schmetterling bemalt hatten. Der Rabbi Walter Rothschild sprach ein paar bewegende und prägnante Worte, an die Kinder gerichtet, und ein Gebet zur Segnung der Installation.

Der zweite Teil in der Aula wurde durch das Lied Hevenu Shalom eingeleitet. Dann sprach Steven selbst, und seine Partnerin Amy Parish, von der wir gestern schon geschrieben hatten. Andrea Szönyi von der Shoah Stiftung in Ungarn stellte ein internationales Programm vor, im Rahmen dessen Zeitzeugenberichte aufgenommen werden und für die nachfolgenden Generationen kind- und schulgerecht aufbereitet werden. Als nächstes wurde das Lied Hava Nagila erst gesungen, danach tänzerisch dargestellt. Es war faszinierend zu sehen, wie konzentriert und aufmerksam die beteiligten Kinder den Tanz meisterten. Den Abschluss des offiziellen Programm bildete der Schlusschor aus der Kinderoper "Brundibar". Diese Oper entstand im KZ Theresienstadt und ist erst in den 1980er Jahren wiederaufgeführt worden. 

Im Anschluss war noch Zeit für Gespräche, für das Bemalen weiterer Schmetterlinge und zum Anschauen der Schule. Steven und andere aus seiner Familie ließen sich von Schülerinnen und Schülern durch das Schulhaus führen, diese übten dabei gleich ihr eigenes Englisch.

Als alles zu Ende war, war Stevens Reaktion: „This was one of the happiest days of my life.“ Das ist das schönste Dankeschön, was wir bekommen können. Viele Kinder und viele Lehrer waren an dem Projekt beteiligt, was mit dem heutigen Tag nicht endet. Wir können nur die erste Schule in Deutschland sein, die mittels des Butterfly-Projekts die Erinnerung an die im Holocaust getöteten Kinder und Jugendlichen wiederbelebt und ein Zeichen setzt, dass es Diskriminierung und Verfolgung von Menschen, die anders aussehen, eine andere Nationalität, Religion oder Sexualität haben, nicht geben darf - weil jeder Mensch das gleiche Recht auf Leben hat. 

Butterfly-Projekt: Gesprächsrunde mit der Familie Schindler 24.01.2019

Am heutigen Donnerstag, einen Tag, bevor unsere Butterfly-Installation feierlich enthüllt wird, haben uns Steven und Jeff Schindler und ihre Kinder in unserer Schule besucht. Steven und Jeff sind die Söhne von Max Schindler. Ihr Onkel Alfred ist als Kind in unserem Schulgebäude zur Schule gegangen, bevor beide und ihre ganze Familie nach Polen deportiert worden sind. Max und Alfred waren die einzigen aus ihrer Familie, die den Holocaust überlebten. Sie ließen sich nach dem Krieg in den USA nieder und gründeten dort neue Familien. 

Die Gesprächsrunde war sehr spannend und auch emotional. Die Kinder stellten viele Fragen und anderthalb Stunden gingen schnell vorbei. Steven und auch seine Partnerin Amy Parish, die selbst Lehrerin an unserer Partnerschule La Jolla Country Day School in San Diego, Kalifornien ist, machten deutlich, wie wichtig  unser Projekt für sie ist und wie dankbar sie sind, dass wir als erste Schule in Cottbus das Butterfly-Projekt nach Deutschland geholt haben. Aus ganz persönlichen Gründen war diese Gesprächsrunde für Steven, für seine anwesenden Familienmitglieder, und auch für unsere Kinder eine wichtige und nachhaltige Gelegenheit zum Austauch.

Die Tagesschau hat darüber berichtet: nachtmagazin 25.01.2019 00:01 Uhr, ab Minute 15:33

Weiteres zum Butterfly-Projekt 19.12.2018

Unsere Schmetterlinge sind vom Brennen zurück. Und sie sehen wunderschön aus. Zwei Schüler-Mamas und unsere Kunst-Lehrerin Frau Baumann hatten sich am Donnerstag nach dem Butterfly-Projekt getroffen und alle Schmetterlinge glasiert. Nun sind sie fertig. Toll :-)

Und unser Oberbürgermeister Holger Kelch, der uns ja auch am letzten Dienstag besucht hatte, hat in seinem Bericht bei der heutigen Stadtverordnetenversammlung von seinem Besuch erzählt. Seinen Bericht können Sie unter diesem Link abrufen.

Nachtrag: Auch die Lausitzer Rundschau hat am 17. Dezember über unser Projekt berichtet: 150 Keramik-Schmetterlinge als Zeichen der Hoffnung

Butterfly-Projekt 3. Tag 12.12.2018

Am dritten Tag des Projekts haben wir einen Schmetterling aus Papier gebastelt und angemalt, jeder einen noch zum Gedenken an das Kind, mit dem sich jeder von uns beschäftigt hatte. In der 2. und 3. Lernzeit haben wir in der Innenstadt Frau Breitschuh-Wiehe getroffen. Sie hat uns zu einigen Stolpersteinen von Cottbuser Kindern, die verstorben sind, geführt und uns die Geschichten zu ihnen erzählt. Leider war es eiskalt! In der dritten Lernzeit haben wir noch die Papierschmetterlinge fertig gemacht und unser Foto drauf geklebt.

Damit war das Butterfly-Projekt für uns beendet. Am Donnerstag werden alle 150 Schmetterlinge noch glasiert, dann werden sie gebrannt, und dann werden sie im Januar an unserer Schulhauswand angebracht.