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Aktuelles aus der Bewegten Schule Cottbus

Zweite Projektwoche unter dem Motto "Alles in Bewegung" 20.03.2019

Am kommenden Montag, 25. März, starten wir in die zweite Projektwoche des Schuljahres, diesmal unter dem Motto "Alles in Bewegung". Unsere Stammgruppen beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Themen:

  • Veränderungen im Laufe der Zeit
  • Bewegungskünstler Ameisen
  • Mobil unterwegs
  • Erfindungen damals, heute und in der Zukunft
  • Die Reise einer Jeans
  • Schall

Die Abschlusspräsentation aller Stammgruppen findet am Freitag, 29. März, ab 9 Uhr in der Aula unserer Schule statt. Alle Eltern sind herzlich eingeladen, sich die Präsentation anzuschauen.

the BIG Challenge 18.03.2019

Am heutigen Montag starteten unsere fünften und sechsten Klassen in den BIG Challenge Englisch-Wettbewerb, in dem sie gegen hunderte andere Klassen in ganz Deutschland antreten. Bis zum 3. Mai treten sie in einer Class Challenge an und sammeln in ihrer Freizeit durch Spielen auf der Game Zone Punkte für ihre Klasse und die Schule insgesamt. 

Am Dienstag, 7. Mai ist der offizielle Wettbewerbstag, an dem die Schüler in einem 45 minütigen Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen. An unseren neuen Laptops werden die Schüler dann unter Wettbewerbsbedingungen die Prüfung absolvieren. Es winken Preise, von kleinen Sachpreisen angefangen, bis hin zu einer Reise für die ganze Klasse.

Good luck!

Webseite: https://www.thebigchallenge.com/de/

Sportliche Erfolge 01.03.2019

Im ersten Halbjahr dieses Schuljahres konnten wir einige sportliche Erfolge für unsere Schule verbuchen. Während wir beim Fußball für die Klassenstufen 1/2 und 3/4 nur knapp die Medaillenplätze verpassten, holten wir uns beim Zweifelderball den Vizemeister der Klassenstufe 5/6. In der Jahrgangstufe 3/4 konnten wir auch diesmal den Titel verteidigen. Wir sind somit Stadtmeister von Cottbus, was uns natürlich richtig stolz macht. Beim Crosslauf erlangten wir zwar keine Medaillen, dennoch sind die Leistungen von Zipporah, Lucy, Antonia und besonders von Maximilian und Lucie hervorzuheben. Für eine Laufstrecke von ca. 2000m benötigte Lucie lediglich 8:45min und Maximilian 7:05 min. Dies sind hervorragende Laufleistungen. 

Insgesamt haben wir uns bei allen sportlichen Events wacker geschlagen. Danke noch einmal an alle Aktiven und weiterhin so viel Einsatzfreude!

Spendenübergabe auf der Handwerksmesse 27.01.2019

Am gestrigen Samstag, dem 26.01.2019 konnte unser Förderverein, vertreten durch Thomas Kothe eine großzügige Spende der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung entgegennehmen.

Die Innungsobermeisterin Frau Diana Lewandowski überreichte den Spendenscheck in Höhe von 400 € auf der diesjährigen 29. Handwerksmesse gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Cottbus/ Spree-Neiße Herrn Horst Teuscher.

Begleitet wurde die Spendenübergabe durch unseren Chor unter Leitung von Frau Hahn, welcher sich mit dem Auftritt stellvertretend für alle Schüler der Bewegten Schule Cottbus ganz herzlich bedankte.

Der Förderverein der Bewegten Schule Cottbus bedankt sich herzlichst bei allen Beteiligten für die Unterstützung. Wir werden die Spende für die weitere Ausgestaltung der Außenanlagen sowie den Aufbau unseres „Klassenzimmers im Freien“ in unseren Innenhof nutzen.

Feierliche Enthüllung des Butterfly-Projekts 25.01.2019

Heute Vormittag fand das Butterfly-Projekt, das im Dezember an unserer Schule gestartet war, seinen feierlichen Höhepunkt. Die von unseren Schülerinnen und Schülern und unseren Gästen im Dezember bemalten Schmetterlinge waren an unserer Schulhauswand angebracht worden - aus Denkmalschutzgründen auf Glasplatten. Diese Installation wurde heute feierlich enthüllt.

Das Programm begann in der Aula um 10 Uhr. Alle Kinder unserer Schule und einige von der Erich-Kästner-Schule sowie Eltern und andere Gäste hörten die Begrüßung durch unsere Geschäftsführerin Frau Lehnigk und, nach einem virtuellen Flug nach Kalifornien, die Grußbotschaft von Cheryl Rattner Price aus San Diego. Sie hatte das Butterfly Projekt 2006 mit gegründet und leitet es heute. Danach gab es, angelehnt an das namensgebende Gedicht von Pavel Friedman, eine berührende und superschöne Liedinterpretation von "The last butterfly" durch Zipporah, begleitet von Thomas Laugk. Außerdem hatten mehrere Kinder Elfchen, kleine Gedichte, geschrieben, die sie dann dem Publikum vortrugen. Den Abschluss bildete hier ein traurigs chönes Gedicht, geschrieben von Antonia.

Danach gingen alle nach draußen, und die Butterfly-Installation, die sich zunächst noch hinter Tüchern verbarg, wurde feierlich enthüllt. Zuvor hatten noch alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen kurz "ihr" Kind vorgestellt, für welches sie ihren Schmetterling bemalt hatten. Der Rabbi Walter Rothschild sprach ein paar bewegende und prägnante Worte, an die Kinder gerichtet, und ein Gebet zur Segnung der Installation.

Der zweite Teil in der Aula wurde durch das Lied Hevenu Shalom eingeleitet. Dann sprach Steven selbst, und seine Partnerin Amy Parish, von der wir gestern schon geschrieben hatten. Andrea Szönyi von der Shoah Stiftung in Ungarn stellte ein internationales Programm vor, im Rahmen dessen Zeitzeugenberichte aufgenommen werden und für die nachfolgenden Generationen kind- und schulgerecht aufbereitet werden. Als nächstes wurde das Lied Hava Nagila erst gesungen, danach tänzerisch dargestellt. Es war faszinierend zu sehen, wie konzentriert und aufmerksam die beteiligten Kinder den Tanz meisterten. Den Abschluss des offiziellen Programm bildete der Schlusschor aus der Kinderoper "Brundibar". Diese Oper entstand im KZ Theresienstadt und ist erst in den 1980er Jahren wiederaufgeführt worden. 

Im Anschluss war noch Zeit für Gespräche, für das Bemalen weiterer Schmetterlinge und zum Anschauen der Schule. Steven und andere aus seiner Familie ließen sich von Schülerinnen und Schülern durch das Schulhaus führen, diese übten dabei gleich ihr eigenes Englisch.

Als alles zu Ende war, war Stevens Reaktion: „This was one of the happiest days of my life.“ Das ist das schönste Dankeschön, was wir bekommen können. Viele Kinder und viele Lehrer waren an dem Projekt beteiligt, was mit dem heutigen Tag nicht endet. Wir können nur die erste Schule in Deutschland sein, die mittels des Butterfly-Projekts die Erinnerung an die im Holocaust getöteten Kinder und Jugendlichen wiederbelebt und ein Zeichen setzt, dass es Diskriminierung und Verfolgung von Menschen, die anders aussehen, eine andere Nationalität, Religion oder Sexualität haben, nicht geben darf - weil jeder Mensch das gleiche Recht auf Leben hat. 

Butterfly-Projekt: Gesprächsrunde mit der Familie Schindler 24.01.2019

Am heutigen Donnerstag, einen Tag, bevor unsere Butterfly-Installation feierlich enthüllt wird, haben uns Steven und Jeff Schindler und ihre Kinder in unserer Schule besucht. Steven und Jeff sind die Söhne von Max Schindler. Ihr Onkel Alfred ist als Kind in unserem Schulgebäude zur Schule gegangen, bevor beide und ihre ganze Familie nach Polen deportiert worden sind. Max und Alfred waren die einzigen aus ihrer Familie, die den Holocaust überlebten. Sie ließen sich nach dem Krieg in den USA nieder und gründeten dort neue Familien. 

Die Gesprächsrunde war sehr spannend und auch emotional. Die Kinder stellten viele Fragen und anderthalb Stunden gingen schnell vorbei. Steven und auch seine Partnerin Amy Parish, die selbst Lehrerin an unserer Partnerschule La Jolla Country Day School in San Diego, Kalifornien ist, machten deutlich, wie wichtig  unser Projekt für sie ist und wie dankbar sie sind, dass wir als erste Schule in Cottbus das Butterfly-Projekt nach Deutschland geholt haben. Aus ganz persönlichen Gründen war diese Gesprächsrunde für Steven, für seine anwesenden Familienmitglieder, und auch für unsere Kinder eine wichtige und nachhaltige Gelegenheit zum Austauch.

Die Tagesschau hat darüber berichtet: nachtmagazin 25.01.2019 00:01 Uhr, ab Minute 15:33

Weiteres zum Butterfly-Projekt 19.12.2018

Unsere Schmetterlinge sind vom Brennen zurück. Und sie sehen wunderschön aus. Zwei Schüler-Mamas und unsere Kunst-Lehrerin Frau Baumann hatten sich am Donnerstag nach dem Butterfly-Projekt getroffen und alle Schmetterlinge glasiert. Nun sind sie fertig. Toll :-)

Und unser Oberbürgermeister Holger Kelch, der uns ja auch am letzten Dienstag besucht hatte, hat in seinem Bericht bei der heutigen Stadtverordnetenversammlung von seinem Besuch erzählt. Seinen Bericht können Sie unter diesem Link abrufen.

Nachtrag: Auch die Lausitzer Rundschau hat am 17. Dezember über unser Projekt berichtet: 150 Keramik-Schmetterlinge als Zeichen der Hoffnung

Butterfly-Projekt 3. Tag 12.12.2018

Am dritten Tag des Projekts haben wir einen Schmetterling aus Papier gebastelt und angemalt, jeder einen noch zum Gedenken an das Kind, mit dem sich jeder von uns beschäftigt hatte. In der 2. und 3. Lernzeit haben wir in der Innenstadt Frau Breitschuh-Wiehe getroffen. Sie hat uns zu einigen Stolpersteinen von Cottbuser Kindern, die verstorben sind, geführt und uns die Geschichten zu ihnen erzählt. Leider war es eiskalt! In der dritten Lernzeit haben wir noch die Papierschmetterlinge fertig gemacht und unser Foto drauf geklebt.

Damit war das Butterfly-Projekt für uns beendet. Am Donnerstag werden alle 150 Schmetterlinge noch glasiert, dann werden sie gebrannt, und dann werden sie im Januar an unserer Schulhauswand angebracht.

Butterfly-Projekt - Schicksale, Schmetterlinge und Besuche 11.12.2018

In der ersten Lernzeit war René Wappler bei uns zu Besuch. Er arbeitet seit 2012 bei der Lausitzer Rundschau in Spremberg. Er erzählte uns etwas über seinen Lebenslauf und wie die Neonazis in Spremberg auf seine Berichte über sie und Adolf Hitler reagierten.

Nach dem Frühstück hat jeder eine Biografie auf Deutsch oder Englisch eines im Holocaust gestorbenen Kindes erhalten. Die haben wir dann, wenn nötig, übersetzt. Danach ging es ans Malen. Aus den USA hatten wir Ton-Schmetterlinge und Farben geschickt bekommen. Die Idee ist, dass jeder von uns für genau ein gestorbenes Kind eine Biografie nimmt und für dieses Kind, dem wir gedenken, einen Schmetterling malt. Beim Übersetzen und Malen war ein Team vom rbb da, welches uns aufgenommen hat und auch einige Kinder befragt hat. 

Nachdem jeder von uns ihren oder seinen Schmetterling bemalt hatte, haben uns die Lehrer in der 3. Lernzeit eine Geschichte vorgelesen. Sie handelte von der Zeit des Holocausts in der Tierwelt. Die Geschichte heißt "Terrible Things", ist von Eve Bunting geschrieben und wird in den USA für das Butterfly-Projekt verwendet, um Kindern zu zeigen, wie Verfolgung beginnt und sie zum Denken anzuregen, ohne Angst zu machen. Unsere Aufgabe dazu war, dass wir eine Lösung finden und dazu ein Rollenspiel machen.

Die Biografie von Cäcilie Schindler, der Schwester von Alfred und Max, und ein Foto von 1935
Die Biografie von Cäcilie Schindler, der Schwester von Alfred und Max, und ein Foto von 1935

Berichterstattung

Es gibt einen Radio-Beitrag bei rbb24, bei dem verschiedene Kinder und Frau Hahn und Frau Nocon zu Wort kommen.
Der Fernseh-Beitrag lief heute Abend um 19:30 Uhr in der Sendung Brandenburg Aktuell. Er ist nachzuschauen in der rbb-Mediathek ab Minute 7:30.                        

 

 

 

Öffentliche Veranstaltung

Am Nachmittag konnte jeder vorbeikommen und selbst einen Schmetterling malen. Wir hatten insgesamt 150 Stück bekommen.

Es waren Tische bereit gestellt zum malen und es kamen viele Leute. Der Oberbürgermeister Holger Kelch war da und hat einen Schmetterling gemalt, und auch andere Leute von der Stadt, außerdem Kinder von anderen Stammgruppen und Eltern.

Vorn auf der Leinwand lief der Film "Not the last butterfly" und manche Besucher schauten ihn sich auch sehr intensiv an.

Die Schmetterlinge der Stammgruppe Saturn
Die Schmetterlinge der Stammgruppe Saturn
Die Schmetterlinge der Stammgruppe Jupiter
Die Schmetterlinge der Stammgruppe Jupiter
Die von unseren Gästen gestalteten Schmetterlinge
Die von unseren Gästen gestalteten Schmetterlinge

Nicht der letzte Schetterling

Nach etwas mehr als einer Stunde lag nur noch ein leerer Schmetterling da und kurz danach war auch er bemalt. 150 Schmetterlinge, und es sind nicht die letzten, die im Rahmen des Butterfly-Projektes bemalt werden.

Butterfly-Projekt 10.12.2018

Heute startete an unserer Schule das Butterfly-Projekt, drei Tage, in denen sich die Kinder der 5. und 6. Klassen mit der Erinnerung an die im Holocaust getöteten Kinder beschäftigen.

Geschichtlicher Ausgangspunkt ist ein früherer Cottbuser Junge. Alfred Schindler ging als Schüler an die in unserem Schulgebäude damals beheimatete Martin-Luther-Schule, bis er im Oktober 1938, im Alter von zehn Jahren, von der Gestapo aus der Schule abgeholt wurde, weil er Jude war. Von seiner gesamten Familie überlebten nur er und sein Bruder Max den Holocaust. Sie emigrierten in die USA, wo sie sich in San Diego, Kalifornien, niederließen.

2014 kam Steven Schindler, Max Schindlers Sohn, erstmals nach Cottbus und in unsere Schule. Ein Jahr später besuchten seine Eltern, Max und Rose Schindler, ebenfalls unsere Schule. Wir werden ihren Besuch nicht vergessen und Roses Worte: "Bitte erinnert immer daran, was im Holocaust passiert ist, und stellt sicher, dass so etwas Schreckliches nicht mehr geschehen kann. Wir sind alle Menschen. Lasst nicht zu, dass das jemand bestreitet. Wir können alle gemeinsam in Frieden leben."

Zu diesem damaligen Besuch gibt es einen Zeitungsartikel in der Lausitzer Rundschau vom 15. Mai 2014: Eine Geschichtsstunde der besonderen Art

Durch den Kontakt zu Steven Schindler, der maßgeblich durch Frau Nocon, eine Schüler-Mutti, aufrechterhalten wurde, erfuhren wir vom Butterfly-Projekt, welches 2006 in San Diego unter dem Motto "Remembrance and Hope - Gedenken und Hoffnung" ins Leben gerufen wurde, um der vielen Kinder zu gedenken, die im Holocaust getötet worden sind. Dieses Projekt hat sich über die Jahre in viele Länder verteilt, sogar nah an die deutsche Grenze zum "Haltestelle Woodstock"-Festival in Küstrin, Polen, jedoch bisher noch nicht nach Deutschland selbst. Wir freuen uns, die erste deutsche Schule zu sein, die das Butterfly-Projekt durchführt.

Mehr Informationen gibt es auf Englisch unter https://thebutterflyprojectnow.org/ und im Facebook-Kanal des Projekts https://www.facebook.com/thebutterflyprojectnow/

 

Im Folgenden kommt die Schilderung von Lucie und Antonia über den ersten Tag des Projekts an unserer Schule:

Frau Hahn hat uns den Tagesablauf erklärt. Danach hat uns Frau Nocon den Hintergrund des Butterfly-Projektes erläutert. Die Videobotschaft unserer Partnerschule La Jolla Country Day School in den USA hat uns allen sehr gut gefallen. Am Ende der ersten Lernzeit haben wir einige gemalte Bilder der Kinder aus Theresienstadt angeschaut und unsere Eindrücke zu einem dieser Bilder aufgeschrieben.

Nach dem Frühstück haben wir einige für die Schindlers wichtige Orte in Cotbus besucht, und Frau Nocon hat uns dazu die Geschichten von ihnen erzählt. Außerdem schauten wir uns Stolpersteine der verstorbenen Familienmitglieder der Schindlers an. Leider war es sehr kalt!

Dritte Lernzeit: Der Film, den wir gerade geschaut haben (Not the last butterfly) handelte von den KZs und wie das Butterfly Project entstand. Es war sehr berührend.

Videos

Es gibt mehrere englische YouTube-Videos von und mit Rose und Max Schindler. Diese finden Sie hier:

- Testimony of Rose Schindler, Holocaust Survivor, CSUSM, April 23, 2018

- Cool Women 2015: Rose Schindler

- Echoes of Truth Holocaust Interview: Max Schindler - AD78

Über den Film "Not the last butterfly"  können Sie sich hier informieren: https://www.notthelastbutterfly.com/